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04.04.19

Barrierefreiheit an den Haltestellen? - Mit COSware einfach umgesetzt!

Die Haltestellen des ÖPNV sollen bis 2022 barrierefrei erreichbar sein. Das sieht eine Neuregelung im Personenbeförderungsgesetz vor.

 

§ 8 Abs. 3 des PBefG spezifiziert die „Förderung der Verkehrsbedienung und Ausgleich der Verkehrsinteressen im öffentlichen Personennahverkehr“ genauer. So sieht das Gesetz vor, dass der Nahverkehrsplan die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen zu berücksichtigen. Für die uneingeschränkte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist so bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen.

Diese Entscheidung ist genauso notwendig wie weitreichend. Jedoch beunruhigt der damit verbundene Umbauaufwand viele Aufgabenträger. So prognostiziert der VDV einen Investitionsbedarf für einen barrierefreien ÖPNV in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro. Ein Viertel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen für Straßen-, Stadt- und U-Bahn-Haltestellen (s. Grafik unten).

Mit dem COSware Haltestellenkataster erhalten Sie eine einfach handhabbare Standardlösung, die die notwendige Transparenz für Ihren Investitionsbedarf schafft. Sie behalten den Überblick und setzen Prioritäten auf Ihren Weg zum barrierefreien ÖPNV. Durch die Informationshoheit in einem einzigen System haben Sie die Kontrolle über alle planerischen Aktivitäten und senken langfristig die Investitionskosten für den Gesamtumbau.

 

COSware Haltestellenkataster auf Basis des Infrastrukturdatenmanagements

COSware verfügt dank des Moduls Infrastrukturdatenmanagement über eine einfache und effiziente Möglichkeit, Ihr gesamtes ÖPNV-Netz mit allen Linien, Bahnhöfen und Haltestellen vollständig und übersichtlich abzubilden. Der COSware-Objektbrowser zeigt Ihnen alle Ihre Infrastruktur-Objekte gruppiert, verknüpft und hierarchisch auf einen Blick.

Filtern Sie beispielsweise nach Haltestellen, lassen Sie sich alle Bahnhöfe entlang einer Linie anzeigen oder verbinden Sie prüfpflichtige Anlagen, wie Aufzüge, Fahrscheinautomaten, Entwerter oder Informationsanzeigen mit der dazugehörigen Haltestelle. Für jedes Objekt können Dokumente, wie zum Beispiel Fotos, Baupläne, Schaltpläne oder Prüfberichte, verknüpft und auch mobil vor Ort angezeigt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten von IDM(VU) sind vielfältig.

 

Investitionsbedarf fur einen barrierefreien Umbau im OPNV

Investitionsbedarf fur einen barrierefreien Umbau im OPNV, Quelle: VDV 2014

 

Mobile Inventarisierung und Servicetourenplanung mit dem COSware Haltestellenkataster im alltäglichen Betrieb

Im täglichen Ablauf kann der Anwender die Haltestellen inklusive aller notwendiger Zusatzinformationen hinsichtlich Barrierefreiheit mit Hilfe der COSware WebApp „Objektanlage“ mobil und vor Ort erfassen. Die auf einem Smartphone eingetragenen Daten und Fotos sind ohne Medienbrüche sofort in der Zentrale verfügbar. Die zeitaufwendige, fehleranfällige manuelle Nacherfassung entfällt dadurch.

Außerdem können Sie mit COSware die Geokoordinaten der einzelnen Haltestellen registrieren und sich diese dann im Office mit z. B. Google Maps oder OpenStreetMap anzeigen lassen. Verknüpfte Objekte entlang der Bus- oder S-Bahn-Linien können mit verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten angezeigt werden. Einmal erfasst, können Sie die Haltestellen durch die gewonnene Transparenz priorisieren, damit der Umbau zur vollständigen Barrierefreiheit auf jeden Fall gelingt.

 

Effizientes Zusammenspiel des Haltestellenkatasters mit weiteren COSware Lösungen

Doch COSware geht über die reine Erstellung und Verwaltung des Haltestellenkatasters weit hinaus: In Verbindung mit dem COSware Instandhaltungsmanagement und der COSware Tourenplanung können Sie entlang der geokodierten Haltestellen die Einsätze für Ihr Servicepersonal einplanen, die den korrekten und barrierefreien Zustand der Haltestellen erhalten sowie Reparaturen, zyklische Reinigungen oder Bestandsaufnahmen durchführen.

Vor einer vergleichbaren Herausforderung stand die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH bereits 2015: Hier wurden die Wartungs- und Reparaturarbeiten an den über 400 Fahrkartenautomaten optimiert und dabei bereits im 1. Jahr der Einführung ca. 30.000 km Fahrtstrecken des Servicepersonals eingespart. Per Schnittstelle werden die Fehler- und Störcodes jetzt direkt in die COSware-Zentrale gesendet. Diese präzisen Informationen erhöhen die Transparenz und helfen außerdem, unnötige Fahrten zu den Objekten zu vermeiden. Die vielen Falschmeldungen aus der Vergangenheit konnten mit COSware abgestellt werden, was weiterhin Zeit und Geld spart.

 

RNV Automatenwartung72

Mehr Infos in unserer Success Story:

 Success Story - Rhein-Neckar-Verkehr

 

Auswahl abbildbarer Anforderungen mit dem COSware Haltestellenkataster

Barrierefreiheit an Haltestellen ist als ein Prozess anzusehen, dessen Realisierung stufenweise nach unterschiedlichen Prioritäten erfolgen wird. Neben einem barrierefreien Zugang zur Haltestelle sowie den Bus- und Schienenfahrzeugen ist auch der Zugang zu Informationen am Fahrsteig barrierefrei zu gestalten.

Mit Hilfe des COSware Haltestellenkatasters können alle wichtigen Anforderungen an die Haltestellen geprüft und transparent digital dokumentiert und abgebildet werden. Dies umfasst unter anderem:

  • die ausreichende Beleuchtung zur Verbesserung der Orientierung für sehbehinderte Personen sowie ein Witterungsschutz und Sitzgelegenheiten, die zur Grundausstattung einer Haltestelle gehören
  • die Umgehung von Hindernissen durch Höhenunterschiede, welche durch Rampen, abgesenkte Bordsteine und Aufzüge gelöst werden. Deren Funktionsfähigkeit wiederum kann ebenfalls durch COSware geprüft werden.
  • vielfältige Richtungs- und Informationsanzeigen in visueller Form (Linien und Verkehrspläne), akustischer Form (Prüfung, ob Funkanlagen für Durchsagen funktionstüchtig sind) und taktiler Form (Anbringung von Haltestellenname und Linienführung in Blindenschrift am Haltestellenmast)
  • die Prüfung der Haltestellenwarteflächen mit ausreichend Platz für 180-Grad-Wenden mit einem Rollstuhl, die Nutzung rutschhemmender und leichtbefahrbarer Böden für verschiedene Witterungen sowie taktile Elemente als Einstiegs- und Orientierungshilfen. Die Anordnung der Radfahrwege und -streifen ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung der Fahrgäste ausgeschlossen werden kann.
  • die Dokumentation vorhandener WC-Einrichtungen, die auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden können. An stark frequentierten Haltestellen sind WC-Einrichtungen mit Baby-Wickelräumen hilfreich.
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