STOAG berichtet über erfolgreiche Geschäftsoptimierung mit COSware   09.09.14

Betriebsabläufe von Werkstatt und Betriebshof auf dem Prüfstand

Das Mitarbeitermagazin PINNWAND der Stadtwerke Oberhausen GmbH, STOAG, veröffentlichte folgenden Bericht über die Zusammenarbeit mit COS:

 

Gemeinsam geht’s besser 

„Prozessoptimierung Werkstatt und Betriebshof“ - relativ steif hört sich zunächst der Titel eines Workshops an, zu dem Stefan Thurm, Abteilungsleiter Werkstatt und Betriebshof, Anfang Juni eingeladen hat. Nach drei Tagen waren alle Teilnehmer angetan davon, wie interessant, konstruktiv und kreativ die Tage waren. 

Alle Betriebsabläufe, die in Verbindung mit den Bussen stehen, sollten auf den Prüfstand, denn die Veränderungen und Strukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre  - nicht nur im Bereich Werkstatt - gaben Anlass, die Abläufe oder Prozesse zu überprüfen bzw. zu hinterfragen und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen.  

 

Geschäftsoptimierung durch COSware Vorschau

 

Ein Rad greift ins andere 

Das Prozess-Rad (Abbildung) zeigt, wie viele Aufgaben und Maßnahmen notwendig sind, um unsere Fahrzeuge in den sicheren, ordnungsgemäßen und qualitativ ansprechenden Betrieb beim Kunden zu stellen. Daran sind nicht nur die Mitarbeiter der Werkstatt beteiligt, sondern auch Mitarbeiter anderer Abteilungen und Fremdfirmen, wie jene, die beispielsweise die Busse betanken und reinigen. „Von Anfang an war es mir wichtig, alle Beteiligten zu „aktiv Betroffenen“ zu machen und deshalb wurde der Teilnehmerkreis entsprechend groß gewählt“, so Stefan Thurm. 

Sehr schnell wurde allen Beteiligten klar, dass man sich die Analyse wie die Überprüfung eines Getriebes vorstellen kann. Auch dort greifen verschiedene Zahnräder ineinander. Nur wenn alle Räder ordentlich eingestellt und geschmiert sind, erfüllt das Getriebe seinen Zweck. Analysiert wurden in den drei Tagen die fünf Hauptprozesse:

Ausfahrt, Einfahrt, Befund, Service und Parken

mit entsprechenden Unterprozessen wie:

Fahrerkommunikation, Mängelfeststellung, Fahrzeugversorgung, Einsatzoptimierung. 

 

Wie kommt die Fehlermeldung zum Monteur? 

Ein intensiv diskutiertes Thema war das Mängelmanagement: Wie erfährt die Werkstatt von einem Problem/Mangel an einem Fahrzeug? Heute meldet die Fahrerin/der Fahrer per Funk oder durch Mängelzettel, dass das Fahrzeug einen Fehler hat. Die Werkstatt muss also ständig im Nettro-Leitstellenbericht nachsehen oder die Mängelzettel sichten. Bis ein Mängelzettel beim Werkstattmitarbeiter ankommt und dann ein Werkstattauftrag geschrieben worden ist, erfolgen viele weitere Schritte. Und damit vergeht Zeit.  

Zukünftig könnte der Prozess anders aussehen: Unser Werkstattbearbeitungsprogramm COSware und der Nettro-Leitstellenbericht werden synchronisiert. Es gibt bereits Schnittstellen, die das technisch möglich machen. Ein weiteres Ziel ist es, auf längere Sicht gesehen ganz auf die Mängelzettel in den Fahrzeugen zu verzichten. Klar ist, dass dann neue Kommunikationswege zwischen Fahrpersonal und Werkstatt aufgebaut werden müssen. Dazu wurden viele Ideen eingebracht.  

 

Achtung Zeitdiebe! 

Immer wieder Thema waren die „Zeitdiebe“. Hierbei handelt es sich um Tätigkeiten, die unnütze Zeit in Anspruch nehmen. Zeitdiebe können beispielsweise überflüssige Wege sein, die Mitarbeiter zurücklegen. Wenn man ganz genau hinschaut, gibt es an jedem Arbeitsplatz Zeitdiebe – man sieht sie nur nicht sofort. 

Wichtig ist, dass der Betriebsrat und auch die Geschäftsleitung von Anfang an mit eingebunden waren und sich aktiv in die Gespräche einbringen konnten. Bei allen Diskussionen wurde klar, dass bei dem Prozess etwas für die Mitarbeiter/innen erreicht bzw. optimiert werden soll. Unterstützung und Entlastung waren die Schlagworte. 

 

Welches Fahrzeug fährt auf welcher Linie? 

Besonders kreativ wurde auch der Prozess der Aufstellung der Busse und der optimalen Einsatzplanung diskutiert. Heute werden die Busse manuell nach drei oder vier Kriterien eingeteilt und disponiert: 3-Türer, Gelenk- oder Solobus, evtl. Zählfahrzeug. Zukünftig könnten mit einem rechnergestützten System noch ganz andere Kriterien mit in die Planung einfließen, beispielsweise die Laufleistung (gleichmäßige Verteilung auf alle Busse), die Kraftstoffverbräuche (lange Linie = Fahrzeugeinsatz mit geringen Kraftstoffverbräuchen), die Werbung (Außenwerbung auf speziellen Linien), das Platzangebot (Seniorenheime auf Linienweg), die Sicherheit (Busse mit Videoschutzanlagen als NachtExpress) und vieles mehr.  

Ein solches System macht es auch möglich, der Fahrerin bzw. dem Fahrer bereits bei der Einfahrt mitzuteilen, wo der Bus abgestellt werden soll und ob sie/er sich ggf. noch melden muss. Hier wird noch einmal klar, dass neben der Werkstatt viele andere Abteilungen der STOAG einbezogen sind, nämlich die Abteilung Fahrdienst, Technische Infrastruktur, IT und auch Verkehrsmanagement. Was sich jetzt noch visionär anhört, ist durchaus realisierbar.

 

Wie geht es weiter? 

Erfahrungen mit solchen Prozessanalysen gibt es in mehreren Verkehrsunternehmen. Das besondere bei unserer Veranstaltung war nicht nur, dass so viele verschiedene Bereiche mit einbezogen worden sind, sondern dass wirklich konstruktiv gearbeitet wurde und viele Ideen und Möglichkeiten gemeinsam entwickelt worden sind. Das hat auch Fridolin Ritter, der Leiter des Workshops und Geschäftsführer der Firma COS GmbH, unser Anbieter der Werkstatt- und Instandhaltungssoftware, betont. COS steht für "Computersysteme, Organisation und Softwareentwicklung". Die Firma COS GmbH entwickelt seit drei Jahrzehnten IT-Lösungen für Instandhaltung, Werkstatt und Betriebshofmanagement – bei der STOAG wird seit Januar 2001 mit COSware gearbeitet. 

Fridolin Ritter und sein Kollege haben ähnliche Veranstaltungen bereits in kleineren und größeren Verkehrsunternehmen durchgeführt. Die Firma COS fasst nun das Ergebnis der Analyse zusammen und präsentiert dieses. Im Anschluss soll in einem weiteren Workshop mit den Beteiligten ein Maßnahmenplan erarbeitet und dann mit der Geschäftsleitung sowie dem Betriebsrat abgestimmt werden.  

 

 

Quelle: STOAG / PINNWAND, Das Mitarbeitermagazin / Ausgabe 02/2014 

 

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