RAMS

Steigende Anforderungen an die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Technik im ÖPNV mit gleichzeitiger Senkung der Gesamtkosten werden vielfach unter den Begriffen RAMS diskutiert. Hinter RAMS (Reliability, Availability, Maintainability, Safety) stehen die Begriffe Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Instandhaltbarkeit und Sicherheit.

 

Zuverlässigkeit

Die Zuverlässigkeit der Objekte wirkt sich nicht nur auf die Lebenszykluskosten (LCC) sondern auch auf das Image des Unternehmens aus. Insbesondere die Auswechslung von Fahrzeugen auf der Strecke führen zu immer wieder gerne erzählten Anekdoten der Fahrgäste.

Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit wurde in COSware das Modul "Schadens- und Ursachenforschung" integriert. Das Modul analysiert die Lebensakte und zerlegt jedes Objekt in seine Baugruppen und Komponenten, welche sich letztendlich in der Instandsetzung als Ersatzteile abbilden. Für jedes Teil wird automatisch eine Lebenserwartungskurve (Gaußverteilung) ermittelt, welche insbesondere bei der Beurteilung einer größeren Serie von Objekten sehr aussagefähig wird. Zusätzlich werden die typischen Haltbarkeitskennzahlen für die Abstimmung mit dem Hersteller ermittelt. Ein Vergleich von Original- und Zulieferersatzteilen ist ebenfalls möglich.

 

Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit der Objekte steht auch im Zusammenhang mit der erforderlichen Werkstattreserve. In COSware wird der Bedarf der Objekte (Linie/Kurs) innerhalb eines Tages durch die Tagesganglinie (Schnittstelle zum Fahrplanprogramm) dargestellt. Dem gegenüber steht die Gesamtzahl der verfügbaren/geeigneten Objekte und die geplanten Werkstattaufenthalte. Zur Verbesserung der Verfügbarkeit wurden zusätzlich die Methoden des "Inspektiven Verfahrens" mit der (mobilen) Befundung der Objekte in COSware integriert.

Dadurch wird auch die Einsteuerung von Instandhaltungsmaßnahmen in Betriebspausen vereinfacht. Die Verfügbarkeit der Objekte wird mit COSware zu festgelegten Tageszeitpunkten automatisch gemessen und insbesondere für die LCC-Vertragsüberwachung festgehalten. Bei Nichtverfügbarkeit wird die Begründung wie z.B. Warten auf Material oder fehlende Instandhaltungsresourcen automatisch aus der Auftragschronologie ermittelt.

 

Instandhaltbarkeit

Der Instandhaltungsprozess wird in COSware durch Elemente wie Terminplanung für technische und gesetzliche Fristen, Mängelmanagement, Arbeitspakete und Arbeitswerte, Ersatzteilverknüpfung mit Verwendungswahrscheinlichkeit, Aufzeichnung von Auftragszeiten usw. unterstützt. Zur Vereinfachung können Herstellerdaten importiert und angewendet werden.

Die Auftrags-Schnellerfassung erlaubt die Minimierung der Prozesskosten und die übersichtliche Darstellung der Instandhaltungsdaten.

 

Sicherheit

COSware überwacht die Einhaltung aller gesetzlichen und technischen Fristen. Durch die Aufzeichnung und Überwachung von Messwerten wie z.B. Radreifenmessung mit automatischer Ableitung von Mängeln bei erreichten Grenzwerten wird die Sicherheit von Objekten zusätzlich verbessert.

 

LCC-Überwachung

In COSware werden alle Instandhaltungspositionen über Kostenarten und LCC-Zuordnung verursachungsgerecht in die Lebensakte eingestellt. Dadurch lässt sich eine exakte Bewertung aller LCC und eine Lieferanten-Vertragsüberwachung ohne Zusatzaufwand erreichen. Beispiele für die verursachungsgerechte Bewertung sind die Unterscheidung nach Unfällen, Vandalismus, Eigenbeschädigung usw. Neben den Kosten können die Herstellerzusagen z.B. in Bezug auf die Lieferfähigkeit der Ersatzteile bewertet und nachgewiesen werden.

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