Werkstatt- und Materialflusssteuerung noch effektiver23.08.10

Nach langjähriger Suche hat die Feuerwehr Hamburg (F03 - Abteilung „Technik und Logistik") eine Software eingeführt, die sämtliche Arbeitsschritte, die Gerätedatenverwaltung, sowie verschiedenste Prozesssteuerungen professionell in einem Werkzeug abbildet

 

Seit 1995 arbeitet die Instandhaltungssteuerung der Abteilung „Technik und Logistik" mit einer Software für das Fuhrparkmanagement. Mit Ablauf des Jahres 1999 kündigte Siemens den Wartungsvertrag für diese Software mit der Begründung, dass eine wesentlich leistungsfähigere und für den Anwender komfortablere Software entwickelt wurde und die bisherige Lösung nicht mehr den modernen Erfordernissen angepasst werden könne. Daraufhin war die Technische Abteilung gezwungen, über eine neue Instandhaltungssteuerungssoftware nachzudenken.

Nachdem mehrere unterschiedliche Verfahren nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten, wurde 2007 unter der Leitung von FL ein neues Projekt zur EDV-Konsolidierung bei F03 eingesetzt.

Dabei hat sich F03 als Ziel gesteckt, eine Software zu finden, die alle Arbeitsprozesse der Instandhaltungssteuerung mit Stammdatenhaltung Inventarisierung, Auftragsplanung und -abwicklung, Materialwirtschaft, sowie dem zentralen Controlling mit Qualitätsmanagement in einem einheitlichen Werkzeug darstellt.

 

NACH EINER GRÜNDLICHEN BEDARFSANALYSE, einer Phase der Markterkundung und Ausschreibung erhielt im November letzten Jahres die COS GmbH den Auftrag, ihre Softwarelösung für das effektive Fuhrpark-, Geräte- und Werkstattmanagement, sowie eine effektive Materialwirtschaft einzuführen.

Mit der COS GmbH ist es F03 gelungen, einen Softwareanbieter zu finden, der ohne großen Programmieraufwand die Anforderungen der technischen Abteilung der Feuerwehr Hamburg mit seiner Software umsetzen kann. An dieser Stelle seien nur einige Anwendungen plakativ genannt:

  • Auftragsabwicklungen vereinfachen
  • Prüfterminüberwachungen verbessern
  • Materialbereitstellung optimieren
  • Standortverfolgung von Fahrzeugen und Geräten verbessern
  • Bestellungen und Auftragsvergabe vereinheitlichen und vereinfachen
  • Lagerverwaltung effizienter gestalten
  • Tankdatenverwaltung einführen (läuft bereits seit dem 1. April 2010)
  • Statistiken und Controlling ermöglichen
  • Mängelverfolgung verbessern

 

Damit findet eine interne Verschlankung von Arbeitsabläufen in großen Bereichen bei F03 statt. Die Software kann plattformübergreifend sowohl auf stationären Rechnern als auch auf mobilen Geräten (Tablet PC) genutzt werden. Das Programm lässt sich in bestehende IT-Infrastrukturen einfügen, indem spezielle Schnittstellen-Module eingesetzt werden.

Die Einführungsphase befindet sich im Endstadium. Im Monat April wurden alle Mitarbeiter der technischen Abteilung geschult, sodass am 10. Mai die intensive Nutzung mit der Beobachtung des Softwareverhaltens im scharfen Betrieb starten konnte.

 

Folgende Bereiche profitieren von der COSware-Einführung:

  • Fahrzeuge - Funktionen zur Erfassung und Verwaltung der grundlegenden Stammdaten des zu verwaltenden Fuhrparks, dessen Wertungen, sowie Werkstattaufenthalte
  • Logistik - Werkzeuge zur Tourenplanung und zur Durchführung von Logistikaufträgen (z.B. Botenwagen)
  • Werkstatt - Spezielle Module für alle Werkstattbereiche
  • Material - Material-/Warenwirtschaft und Lagerhaltung
  • Anwender - verschiedene Dienstprogramme für Anwender und Administratoren

 

GRUNDLAGE FÜR DIE ARBEIT mit dem Programm ist das lückenlose Füllen der Datenbanken mit sämtlichen Geräte- und Fahrzeugdaten der Feuerwehr Hamburg. So sind abrufbar:

  • Stammdaten
  • Wartungsintervalle
  • Reparaturen
  • Neuanschaffungen
  • Zuordnung von einem Gerät zu Fahrzeug und Wache

 

Auch eine Nutzung an den Wachen wäre in verschiedenen Bereichen denkbar:

  • Fahrzeugüberprüfung über abrufbare Beladepläne (möglich ist hier auch die Nutzung eines Handscanners)
  • Gerätestandortverfolgung über Datensammelgeräte
  • Materialbestellung über Online-Warenkorb
  • Lagerverwaltung (z.B. Rettungsdienstverbrauchsmaterial)
  • Medikamentenablaufdatumwarnung
  • Vereinfachte Wäscheausgabe über Transponder (Transponder sind ohnehin bereits in der Schutzkleidung vorhanden)

 

 

WÄHREND DER MARKTERKUNDUNGSPHASE drängte sich beiden Verantwortlichen förmlich die Frage auf: „Wenn bei F03 der Datenbestand aller Fahrzeuge und Geräte vorhanden ist und gepflegt wird, warum sollen die Kollegen an der diesen nicht nutzen können?"

Ein Zugriff der Schirrmeister der Wachen auf die Datenbanken ist technisch möglich. Zu klären ist noch, für welche Bereiche der Software eine Nutzung an den Wachen interessant ist und wie hoch der Bedienaufwand hierdurch wäre. Damit könnte die Effizienz der Arbeitsabläufe und die daraus resultierende Vereinfachung und Zufriedenheit der Kollegen im Einsatzdienst gesteigert werden.

 

Quelle: Magazin der Feuerwehr Hamburg „Löschblatt 40/2010“


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